Krebsprävention
Es gibt gute Gründe, nachts gut zu schlafen.
Viele Menschen müssen nachts arbeiten, manche sind Nachtschwärmer, manche machen gerne die Nacht zum Tage. Gesund ist es nicht. Wer immer nachts arbeitet, scheint sein Krebsrisiko zu erhöhen. Darauf deuten Studien immer wieder hin, auch ganz aktuelle. Nachts funktioniert die DNA-Reparatur besser und scheint vor Krebs zu schützen. Die Forschungen gehen in die Richtung, dass unser Schlaf auch einer Abwehrfunktion von Krebs dient. In einer aktuellen Studie wurde der Zusammenhang mit Melatonin untersucht.
Menschen, die häufig nachts arbeiten, scheinen weniger
8-Hydroxydesoxyguanosin (kurz: 8-OH-dG) auszuscheiden. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wird eine ausreichende Menge ausgeschieden, so scheint die DNA-Reparatur intakt zu sein. Es gibt Hinweise, dass an den nächtlichen Reparaturarbeiten im Körper, die völlig unbemerkt laufen, auch Melatonin beteiligt ist, das auch als „Schlafhormon“ bekannt ist.
Zwischen 19 und 20 Uhr steigt die Melatonin-Konzentration im Körper an, ihren höchsten Peak erreicht sie zwischen ein und zwei Uhr nachts. Das Problem dabei: Licht reduziert die körpereigene Melatonin-Produktion, dazu gehört auch das Licht von Computern und Smartphones. Nachtarbeitende Frauen mit einem niedrigen Melatoninspiegel schieden etwa 80 Prozent weniger 8-OH-dG aus als ihre nachtschlafenden Kolleginnen.
Forscher gehen diesen Zusammenhängen nun intensiver auf den Grund. Bis dahin gilt der Ratschlag für alle, die Schicht arbeiten müssen:
Ausreichend langer Schlaf, gute Ernährung und regelmäßige Bewegung!
(Bild: © Valua Vitaly - Fotolia.com #6250484) |